GFK STUDIE

GFK CONSUMER PANELS

FMCG-Nachfrage im Oktober: Shopping as usual oder Vorbereitung aufs große Finale? Der finanzielle Spielraum zum Fest ist für viele in diesem Jahr enger als zuvor oder wird zumindest enger ‚interpretiert‘. So sagen in der stets im Oktober von Consumer Panels durchgeführten Umfrage zur finanziellen Situation (Selbsteinschätzung) zwar wieder mehr Haushalte, dass sie sich im Grunde alles leisten können (+2,5%-Punkte) und weniger Haushalte, dass sie sich eigentlich nichts mehr leisten können (-1,5%-Punkte).

Aber die Zahl derjenigen, die beim Einkauf vor allem auf den Preis achten, ist aktuell dennoch um einen Prozentpunkt höher als noch vor einem Jahr, die Zahl der vorwiegend qualitätsorientiert einkaufenden Haushalte entsprechend geringer. Grund für diese Verschiebung dürfte vor allem die Inflation sein, die zwar inzwischen nicht mehr so hoch ist wie noch zu Beginn des Jahres, aber weiterhin über Gebühr am Budget der Haushalte knabbert.

WIE SIEHT ES BEIM KOSMETIK- & KÖRPERPFLEGE-MARKT AUS?

Die Ausgaben im Körperpflege- und Kosmetikmarkt wachsen auch im Oktober kräftig um 9,2 Prozent. Ein starkes Umsatzplus kommt aus der Gesichtspflege (+17,0%), von Personal Wash (+9,6%) und der Dekorativen Kosmetik (+25,2%) und ist hauptsächlich begründet durch die gestiegenen Ausgaben pro Käufer. Der dekorativen Kosmetik gelingt es gleichzeitig mehr Käufer anzusprechen. Hier werden im Oktober 10,9 Prozent aller 18+ Jährigen in Deutschland erreicht, das ist ein Prozentpunkt mehr als noch im Oktober 2022 und kommt – wie zu erwarten – aus den Drogerien.

Unter den Personal Wash-Kategorien können vor allem die Deodorants punkten, die Gesamtausgaben steigen in dieser Kategorie um 16,2 Prozent. Es werden dabei 21,2 Prozent der deutschen 18+ Jährigen erreicht, das sind etwas mehr als noch im Oktober 2022, da waren es 20,9 Prozent. Die Deodorant-Käufer im aktuellen Monat geben durchschnittlich 4,96 Euro aus, das sind ganze 60 Cent mehr als im Oktober 2022. Hierbei kommt aus den Discountern ein leichtes Käuferplus, während in den Drogeriemärkten mehr Menge pro Käufer eingekauft wurde.

Die Konsumenten geben auch mehr für Hand&Body- und Haarprodukte aus. Während bei den Haarkategorien das Umsatzplus nur über höhere Käuferausgaben erzeugt wird, schafft es das Body-Segment, auch über mehr Käufer zu wachsen. Im Oktober 2023 haben 11,6 Prozent der 18+ Jährigen mindestens einmal ein Bodyprodukt gekauft – im Vorjahresmonat waren es 10,7 Prozent – und zusammen mit den gestiegenen Ausgaben von 6,73 Euro kommt die Kategorie auf ein Wachstumsplus von 15,0 Prozent.
Die Haarkategorien verbuchen im Oktober 2023 leichte Käuferverluste, die aber durch die gestiegenen Ausgaben kompensiert werden und die Kategorie aktuell auf ein Wachstum von 4,3 Prozent bringen.

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